sub\urban. zeitschrift für kritische stadtforschung

 

Call for Papers: Stadt von rechts?

 

In den letzten Jahren ist eine Welle von Protest zu beobachten, der den Stillstand der etablierten Politik beklagt und mehr Bürgerbeteiligung einfordert, diesen Anspruch auf Teilhabe aber unter autoritäre und exkludierende Vorzeichen stellt. Tatsächlich geben postdemokratische Tendenzen bei der Bewältigung der globalen Finanz- und Eurokrise und die Beschränkung politischer Akteur*innen auf das Management vermeintlicher Sachzwänge Anlass, die Responsivität der Politik infrage zu stellen. In der Folge hat sich ein politischer Raum geöffnet, der zunehmend von Bewegungen und Parteien der Neuen Rechten ausgefüllt wird. Konstellationen der Entfremdung der Politik von den Bürger*innen sind auch hinsichtlich der Stadtentwicklung zu beobachten, etwa in den Auseinandersetzungen um die lokale Aufnahme und Integration Geflüchteter, die Regulierung des Wohnungsmarktes oder die Umsetzung von Großprojekten. Es ist bisher noch wenig erforscht, inwiefern diese und andere städtische Konflikte an grundlegende Erwartungen, Ansprüche und Bedürfnisse von Stadtbewohner*innen rühren, so dass die Neue Rechte hier ein Mobilisierungspotenzial findet. Der Schwerpunkt „Stadt von rechts?“ soll dazu beitragen, das Verhältnis von Urbanität und neurechten bzw. rechtspopulistischen Bewegungen genauer zu untersuchen.

 
Veröffentlicht: 2018-02-12 Weiter…
 

Veröffentlichung: Band 5, Heft 3 „Stadt der Reproduktion“ online!

 

Die neue Ausgabe von  s u b \ u r b a n ist erschienen: Der Themenschwerpunkt „Stadt der Reproduktion“ blickt auf die Verschränkung unterschiedlicher Krisendynamiken wie Gentrifizierung, Finanzialisierung und Ökonomisierung mit gesellschaftlicher Reproduktion und ihrer Prekarisierung sowie auf das minorisierte Arbeiten und Raum-Machen von Frauen, Migrant_innen, Queers und rassifizierten Menschen. Unsere Beiträge diskutieren etwa die Aushandlung gemeinschaftlicher Fürsorge, räumliche Ungleichheitseffekte des Elterngeldes oder reflektieren die Universität als Ort der Reproduktion. Wir freuen uns auch, dass wir für die Debatte eine Reihe von Autorinnen gewinnen konnten, die mit Dolores Hayden ihren Text zur „nicht-sexistischen Stadt“ von 1980 diskutieren, den wir erstmals in einer ungekürzten Übersetzung veröffentlichen.

Neben den thematischen Beiträgen versammelt die Ausgabe wie immer auch weitere Debatten- und Magazinbeiträge, die Replik Loïc Wacquants auf die Debatte des letzten Heftes, Veranstaltungsberichte und Diskussionen zum Kongress „Fearless City“ und zur documenta14, sowie einige Rezensionen.

Wir wünschen viel Spaß beim Lesen der Beiträge dieser Ausgabe!

Hier geht es zum Inhaltsverzeichnis und zum PDF des gesamten Heftes. Das Titelblatt der Ausgabe kann als Poster heruntergeladen werden.
 
Veröffentlicht: 2017-11-18
 

Vorabveröffentlichung: Keine Angst vor Alternativen. Ein neuer Munizipalismus. Kongressbericht

 

von Lisa Vollmer

Die Idee eines neuen Munizipalismus wird in den linken sozialen Bewegungen Europas und darüber hinaus breit diskutiert. Munizipalistische Bewegungen streben es an, kommunale Regierungen zu übernehmen oder zu beeinflussen, um lokale Institutionen (wieder) gemeinwohlorientiert auszurichten, ein neues Verhältnis zwischen kommunalen Regierungen und sozialen Bewegungen zu schaffen und so die Art wie Politik gestaltet wird von unten her zu demokratisieren und institutionelle Rahmenbedingungen zu verändern. Sie entstehen in Reaktion auf die aktuelle ökonomische und politische Krise – ebenso wie neue rechte und rechtspopulistische Bewegungen, als deren Gegenpart sie sich verstehen. Mit Mut und konkreten Utopien will man der multiplen städtischen Krise begegnen, statt mit Angst und Angstmacherei wie rechte Bewegungen. Deshalb trafen sich im Juni 2017 über 600 Vertreter_innen dieser munizipalistischen Bewegungen auf Einladung Barcelona en Comús.

 

Der hier vorabveröffentlichte Kongressbericht erscheint auch in der nächsten Ausgabe von sub\urban.

 
Veröffentlicht: 2017-10-18
 

Call for Papers: Stadt von oben

 

Der Themenschwerpunkt „Stadt von oben“ fragt nach den Akteuren und Mechanismen hegemonialer Raumproduktion, nach städtischen Eliten und nach Orten der Macht und Exklusivität in Städten.

Die interdisziplinäre Stadtforschung hat sich seit ihren Anfängen primär jenen sozialen Gruppen gewidmet, die von den materiellen und sozialen Ressourcen der städtischen Ökonomie und den Verheißungen von Stadt und Urbanität ausgeschlossen wurden. Bis heute nimmt sie die Prozesse, Dynamiken und Strukturen dieses Ausschlusses in den Blick und skandalisiert sie oftmals. Ein solcher Fokus auf die Marginalisierten, auf Marginalisierung und auf das Dezentrale hat seine theoretische, politische und empirische Berechtigung und ist wesentliches Moment kritischer Wissenschaft.

Als Orte, an denen sich die gesellschaftlichen Widersprüche materialisieren, sind Städte aber zugleich und notwendigerweise auch Räume der Eliten und der Macht. Hinter den Strukturen und Mechanismen von Unterdrückung, Ausbeutung und Marginalisierung stehen die Interessen und gesellschafspolitische Positionen bestimmter, stabiler oder sich wandelnder Konstellationen mächtiger Akteure, Netzwerke und Gruppen. Besonders die Rolle ökonomisch und politisch mächtiger Akteure in Raumproduktionen wird bisher kaum untersucht.

 
Veröffentlicht: 2017-09-27 Weiter…
 

Veranstaltungsbericht: Wer sollte die Planung planen?

 

Am 22.Juli fand unsere Veranstaltung „Wer sollte die Planung planen?“ in Anschluss an die Debatte im letzten Themenheft in Berlin statt. Wir konnten uns über spannende Vorträge von Iris Dzudzek und Catarina Matos de Gomes und die rege Beteiligung von rund 50 Teilnehmer_innen freuen.

Einen Bericht zur Veranstaltung findet ihr auf der Homepage von Stadt von Unten, mit denen wir gemeinsam den Nachmittag gestaltet haben.

 
Veröffentlicht: 2017-09-08
 
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