232_Tribble_ua_Mag

Magazin
2017, 5, Heft 1/2, 37-58


PlanBude Hamburg

Kollektives Wissen als Grundlage von Stadtgestaltung

abstract

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Viele stadtplanerische Beteiligungsverfahren hatten in der jüngeren Ver­gangen­heit überwiegend informativen oder konsultierenden Charakter, selten waren Prozesse darauf ausgelegt, weitere Stufen der „ladder of parti­cipation“ (Arnstein 1969) zu nehmen. Zunehmend wird aber im hege­mo­­nialen Planungsverständnis ein neues Paradigma partizipatorischer Ver­fahren wirksam; komplexe Aufgaben der Stadtgesellschaft sollen in koope­­rativen Beteiligungsverfahren die heterogenen, zuweilen auch dia­me­­tra­len Interessenslagen unterschiedlicher Akteure austarieren und zu konstruktiven, von allen Seiten akzeptierten Ergebnissen führen (vgl. Stuttgart 21, Tempelhofer Feld, Ausbau Flughafen Frankfurt). Dass dieses neue Leitbild partizipatorischer Verfahren nicht nur für alle kon­flikt­be­haf­­te­ten Stadtplanungsvorhaben strapaziert wird, sondern tatsächlich auch durch einen kollektiven Prozess eine Stadt der Vielen ermöglichen kann, soll in diesem Beitrag am Beispiel der PlanBude, einem in der Konstellation der Akteure und der Größenordnung des Bauvorhabens in Hamburg singulären Projekt, dargestellt werden.

Die PlanBude ist ein interdisziplinäres Team aus den Feldern Stadt­pla­nung, Architektur, Kunst, Urbanistik, sozialer Stadtteilarbeit und Kul­tur­wis­sen­schaft und steht für einen aus dem Stadtteil heraus konzipierten Beteiligungsprozess. Im Jahr 2014 wurde die PlanBude aus der autonomen Stadtteilversammlung „St. Pauli selber machen“ heraus gegründet, nachdem der jahrelange Protest für den Erhalt der Esso-Häuser am Spielbudenplatz abrupt mit deren Evakuierung und nachfolgendem Abrissbeschluss beendet worden war. Das Konzept der PlanBude, einer von Nachbar_innen und Expert_innen durchgeführten kollektiven Wunschproduktion[1], zeigt einen konstruktiven Weg aus der konfliktbeladenen Situation zwischen Stadtteil und Investor auf und bildet die Verhandlungsbasis für Gespräche mit der Bezirksleitung. Ergebnis dieser Verhandlungen ist die Beauftragung der PlanBude durch das Bezirksamt Hamburg-Mitte mit der Organisation und Durchführung eines breit zugänglichen, niedrigschwelligen Betei­li­gungs­pro­zes­ses mit künstlerischen und planerischen Mitteln als Grundlage für einen städte­bau­lichen Wettbewerb für den Neubau der Esso-Häuser.

  • Der Druck wächst
  • Die Freie und Hansestadt Hamburg ist, wie viele andere, eine wett­be­werbs­orientierte europäische Metropole neoliberaler Prägung, deren Trans­for­mationsprozesse eine Vielzahl an Segregations-, Exklusions- und Um­verteilungsdynamiken evozieren. Bereits in den 1980er Jahren wird unter dem Begriff „Unternehmen Hamburg“ (Dohnanyi 1983:12) ein am Öko­nomischen ausgerichtetes Leitbild für die städtische Entwicklungspolitik der Hansestadt ausgerufen, das 2002 mit dem Programm „Metropole Hamburg – Wachsende Stadt“ (FHH 2002) bestätigt und bis heute mit nur geringen Modifikationen unter dem Motto „Wachsen mit Weitsicht“ (CDU 2009) verfolgt wird.

    Die Stadt Hamburg wendet sich mit der Ökonomisierung von Stadt­ent­wick­lung im Zuge der Globalisierung der New Governance zu. Der soziale Wohnungsneubau erreicht Mitte der 1980er Jahre in Deutschland seinen Tiefpunkt (Sautter 2005:15). Bis dahin betrug der Anteil geförderter Woh­nung­en in Hamburg gut zwei Drittel aller Fertigstellungen, in den 2000er Jahren ist dieser Anteil auf ein Drittel (siehe Mesecke 2009) gesunken. Gleich­­zeitig entsteht Mitte der 2000er Jahre mit der „Renaissance der In­nen­­städte” (Guratzsch 2008) beziehungsweise „Großstädte“ (BBSR 2011) eine immer höhere Wohnungsnachfrage in den als urban wahrgenommen grün­der­zeitlichen Stadtstrukturen der Inneren Stadt[2] Hamburgs. Viele dieser innerstädtischen Viertel wurden Mitte der 1990er Jahre noch als Sanie­rungs­gebiete ausgewiesen. Mit dem Auslaufen der Maßnahmen sind diese besonders von der hohen Wohnungsnachfrage und einem damit ein­her­gehenden wachsenden Gentrifizierungsdruck betroffen. Im Zuge der zu­neh­men­den Segregationsprozesse sowie ausgehend von einem Mangel an günstigen Wohnungen in zentralen Lagen werden Ende der 2000er Jahre Proteste gegen die stadtentwicklungspolitischen Entscheidungen der politischen Elite laut; der Widerstand in der Zivilgesellschaft gegen die starke ökonomische Orientierung der Hamburger Stadtpolitik gipfelt Mitte 2009 in der Herausbildung eines der größten deutschen Recht-auf-Stadt-Netzwerke (vgl. Gebhardt/Holm 2011: 9).

    Einer der Brennpunkte dieser Auseinandersetzung ist das Gelände der sogenannten ,Esso-Häuser‘ – ein zentral im Hamburger Stadtteil St. Pauli an der Reeperbahn situiertes Gebäudeensemble im funktional-modernistischen Archi­tek­tur­stil der 1960er Jahre. 2009 wird das Gelände, nachdem es bereits 1997 aus Erbpacht der Stadt Hamburg verkauft und in privates Eigentum über­führt wurde, von der Bayerischen Hausbau GmbH & Co KG, einem Un­ter­nehmen eines international agierenden Konzerns, erworben. An den Abrissplänen der bayerischen Eigentümerin und Investorin für den Ge­bäu­de­komplex mit circa 100 Wohneinheiten, einem Gewerberiegel und der namens­gebenden Tankstelle inklusive Tiefgarage entzündet sich ein Konflikt, der zu breitem lokalen Widerstand führt und auch bundesweite Auf­merk­samkeit erlangt. Die Verwertungslogik der Eigentümer- und Ent­wicklerin sieht von Anfang an eine höhere Ausnutzung des Grundstücks vor, die durch den vollständigen Abriss der bestehenden Gebäude und eine neue, dichtere Bebauung realisiert werden soll – und für die neues Baurecht geschaffen werden muss.

    Vor dem Hintergrund einer solchen ökonomischen Ausrichtung steht die Frage, wie die Interessen der „drei Sphären der Stadtentwicklung: Kommune, Wirt­­schaft und Gesellschaft“ (Selle 2013) in diesem asymmetrischen Kräfte­ver­hältnis ausgeglichen werden können. Während Arnstein bereits 1969 acht Stufen der Beteiligung von der Manipulation bis zur Selbstorganisation aufgezeichnet hat, werden diese in Beteiligungsratgebern für Stadtplanung in der Regel in die „drei Intensitätsstufen der Partizipation: Information – Konsultation – Kooperation“ (Arbter 2007) unterteilt. Die letzte Stufe der ‚Selbstorganisation‘ wird in dieser Betrachtung außen vor gelassen. In formellen wie informellen Beteiligungsverfahren kommunaler Planung wer­den in der Regel nur die Stufen ‚Information‘ und ‚Konsultation‘ praktiziert, beispielsweise in Form von Stellungnahmen in Bebauungsplan- oder Plan­fest­stellungsverfahren. Zum Zeitpunkt der Stellungnahmen liegt jedoch bereits ein konkreter Planungsentwurf als Grundlage vor, der zunehmend auf Initiative eines Investors entsteht. Impulse für die Stadtentwicklung werden aus unternehmerischem Interesse gesetzt, die Kommunen schaffen die rechtlichen Grundlagen. Zu diesem Zeitpunkt ist die Sphäre der Zivil­gesell­schaft häufig noch nicht vertreten, die im Hintergrund laufenden Pro­zes­se bleiben intransparent – eine Blackbox. Der Prozess der PlanBude zeigt einen Ansatz auf, wie die Interessen der Zivilgesellschaft als Grundlage für die Interessensaushandlung ebenfalls in den Stadtentwicklungsprozess ein­gebracht werden können, um damit auf Augenhöhe zu agieren.

  • Stadt selbst gestalten
  • Trotz des anhaltenden Protests der Hamburger Recht-auf-Stadt-Bewegung wie auch der Unterstützung kultureller und politischer Prominenz wird im Januar 2014 die Abbruchgenehmigung für die Esso-Häuser erteilt, nach­dem die Gebäude in der Nacht vom 15.12.2013 wegen Einsturzgefahr geräumt und kurze Zeit später für unbewohnbar erklärt wurden. Die Be­woh­ner_innen und Gewerbetreibenden der Esso-Häuser verlieren über Nacht ihre Wohnungen, mit dem Beschluss ihr Zuhause und zum Teil ihre Exis­tenz­grundlage. In diesem konfliktbeladenen Moment entsteht das Kon­zept der PlanBude: Nach Jahren der Realisierung von Großbauprojekten und einhergehenden Verdrängungseffekten im Stadtteil St. Pauli wird in einem Bottom-up-Prozess eine städtische Planung eingefordert, die eine an den Bedarfen des Stadtteils orientierte Lösung anstrebt. Auf einer aus der Nachbarschaft einberufenen Stadtteilversammlung wird im Februar 2014 die ‚Ballsaalresolution‘ verabschiedet, die Forderungen für den weiteren Umgang mit dem Esso-Häuser-Gelände aufstellt: „Es gibt einen von unten organisierten, demokratischen Planungsprozess. St. Pauli hat längst gezeigt, dass das lokale Know-How interessante, soziale städtebauliche Lösungen entwickeln kann, die der hervorgehobenen Bedeutung des Geländes am Spiel­budenplatz gerecht werden.“ (St. Pauli selbermachen 2014) In der Pers­pek­tive Lefebvres wird hier der urbane Raum als Ort der Reproduktion hege­monialer Verhältnisse und ideologischer Kämpfe verstanden und die Auseinandersetzung zwischen den unterschiedlichen machtgeleiteten Inte­res­sen­gruppen um die Aneignung des urbanen Raumes als zentrales Moment von Stadtentwicklungsprozessen begriffen (vgl. Lefebvre 1991).

    Es ist nicht das erste Auftreten von partizipativen, kollektiven und eman­zi­pa­to­rischen Aneignungsprozessen von Stadtentwicklung in St. Pauli. Wurde die Auseinandersetzung um die Hafenstraßenhäuser noch in militanter Weise mit den Mitteln des politischen Kampfes der 1980er Jahre ausgetragen – Stichwort Hausbesetzer_innen-Szene – so organisiert das Anwohnerprojekt „Park Fiction“ Mitte der 1990er eine kollektive Wunschproduktion, die mit der Realisierung einer auf Grundlage der Ideen und Wünsche der Nach­bar­schaft gestalteten Grünanlage an der Hafenkante erfolgreich ist. Bei diesem Projekt kollaborieren bereits in der Verbindung von Kunst, Politik, Sozialem und Subkultur verschiedene Disziplinen für eine alternative Stadt­ent­wicklung aus der Nachbarschaft heraus. Wie bei Lefebvre formuliert, wird beim Park-Fiction-Projekt das Recht auf das utopische Moment des Urbanen mit seinen „schöpferischen Überschüssen“ (Gebhardt/Holm 2011: 8) und der Konstitution von Möglichkeitsräumen als eine Praxis jenseits passiver Kon­sum­verhältnisse forciert. Diese Art der Selbstorganisation ist typisch für den Stadtteil St. Pauli und mit ihr verbunden sind Praktiken der Selbst­er­mächtigung und paralleler Planung.

    Dieser heute erfolgreich realisierte, nicht weit von den Esso-Häusern gelegene, öffentliche Park bildet zusammen mit dem im Prozess gewonnenen Er­fah­rungs­wissen eine wichtige Hintergrundfolie für die PlanBude. Zum einen, um mit dem Verweis auf den Erfolg von Park Fiction als Ver­hand­lungs­partner_in von Seiten des Bezirks wahrgenommen und akzeptiert zu werden, zum anderen auch, um offiziell beauftragt zu werden. Der mit dem Bezirksamt Hamburg-Mitte geschlossene Vertrag ermöglicht es der PlanBude den Beteiligungsprozess selbstverantwortlich durchzuführen und erlaubt zugleich beiden Vertragspartnern jederzeit auszusteigen, wohl wis­send, dass dieses Experiment mit offenem Ausgang auch scheitern kann.

  • Wie geht Beteiligung?
  • Leitlinie der PlanBude ist das Recht auf Stadt: Neben dem physischen Raum gilt es die gesellschaftlichen Verhältnisse ebenso wie die sozialen Praktiken mit einzuschließen und utopischen Überschuss zu produzieren. Die Umsetzung dieses Konzepts ist eine kollektive Wunschproduktion, deren Ergebnisse zur Grundlage von Stadtentwicklung werden. Für den Prozess hat die PlanBude stadtplanerische und künstlerische Tools neu konzipiert und Methoden weiterentwickelt, die im Beteiligungsrepertoire bereits zu finden sind. Alle Tools werden auf den Ort, die Umgebung und die Fragestellung hin spezifiziert und lenken die Gedanken ins Kreative, Spielerische, Utopische: Von der Wärmekarte über das Legomodell, das Knetmodell, die Nacht- und den Kellerkarten bis hin zu den Fragen der „Dachlandschaften 2.0“ oder dem Tank­­stellenersatz „An der Tanke du und ich“. Die Nachtkarte fragt nach einem Bild der Fassade zur „Reeperbahn im Jahr 2020“. Zu diesem Zeitpunkt wird der Neubau vermutlich fertig gestellt sein, die Karte steht also in direktem Bezug zur Zeitschiene des Projekts. Gemalt wird mit leuchtenden Stiften, sodass Assoziationen und Ideen für Leuchtschriften und einen glanzvollen Auftritt fast von alleine entstehen.

    Um an Alltagsorte anzudocken, wird der Stadtteil zum Seminarraum: Workshops werden in Hotels und Bars abgehalten, durch Kneipen auf dem Kiez mit dem Film „Buy, Buy, St. Pauli“ getourt, gezielt Kioske und kleine Läden aufgesucht. Die PlanBuden-Container selbst sind über viereinhalb Monate von Dienstag bis Sonn­tag zwischen 16 und 21 Uhr geöffnet und wer­den zur Plattform: das PlanBuden-Kernteam wird mit den sogenannten PlanBuddies verstärkt, die auch spanisch, französisch, türkisch oder russisch sprechen, bei der wöchent­lichen PlanBuden-Schicht werden Gespräche ge­führt, Besucher_in­nen informieren sich und tauschen sich aus, entwickeln gemein­sam Ideen oder bauen ihre Konzepte auf anderen auf.

    Ein Fragebogen, der sowohl Informationen und Daten als auch Wünsche und Ideen generiert, wird an alle Haushalte St. Paulis und in der un­mit­tel­baren Nachbarschaft, die nicht in der offiziellen Stadtteilumgrenzung liegt, per Postwurf selbst verteilt. Zusätzlich werden PlanBude-Boxen an Alltagsorten aufgestellt, um den Fragebogen dort zurückgeben zu können. In Urbanismus-Schulkursen mit der vierten und zehnten Klasse werden eigene Jugend- und Kinderfragebögen erstellt, verteilt und Stadt erforscht.

    In Kooperation mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften (HAW) Ham­burg und der Gemeinwesenarbeit (GWA) St. Pauli werden Haus­tür­gespräche in den benachbarten Straßenzügen geführt, soziale Einrichtungen wie Seniorenheime direkt besucht. Große und kleine Feste werden initiiert, die den Charakter von Straßenfesten oder Nachbarschaftstreffen haben.

    Betrachtet man nun diese – nicht abgeschlossene – Aufzählung an Tools und Methoden, fällt zunächst die Vielfältigkeit auf. Im Planungsjargon wird häufig von der richtigen Methode, dem richtigen Werkzeug gesprochen oder auch dem richtigen Mix. Zentral scheint es zu sein, unterschiedliche Formate zu schaffen, die sowohl zu Artikulation und Reflexion anregen, aber auch Spaß machen – also die Freude daran wecken, kreativ zu sein – unabhängig von Sprache, Ausbildung oder Talent. Als wesentliche Eigenschaften für den Planbuden-Prozess sind hier zu nennen:

    • Tools: Werkzeuge, für die man keine bestimmte Sprache braucht und die es jedem erlauben sich auszudrücken, sei es zeichnend, schreibend, knetend, erzählend oder mit Legosteinen.
    • Zugänglichkeit: Über einen langen Zeitraum zugänglich sein und damit die Möglichkeit schaffen, einfach mal oder immer wieder vorbeizuschauen und verschiedene Intensitäten der Beteiligung ermöglichen.
    • Nachvollziehbarkeit: Dokumentation und Zugänglichkeit der Betei­li­gungs­beiträge und damit des Prozesses im PlanBuden-Archiv.
    • Sichtbarkeit: Visuelles Auftreten mit hohem Wiedererkennungswert ge­ne­­rie­­ren und damit die Möglichkeit schaffen, jeden Ort zu ‚plan­­bu­­di­­sieren‘.
    • Narrative entwickeln: Den Ort besetzen, Geschichte(n) kreieren und weiter erzählen.
    • Aufsuchende Beteiligung: Zu den Menschen gehen beziehungsweise an den Orten präsent sein, die die Leute interessieren.
    • Anlässe schaffen: Gelegenheiten bieten für unterschiedliche Menschen mittels verschiedener Themen- und Veranstaltungsformate an den jeweils damit verbundenen Orten.
    • Mehrdimensionalität und mixed methods: Qualitative und quantitative Ergebnisse in Beziehung setzen.
    • Vielsprachigkeit: nicht nur in verschiedenen Sprachen, sondern auch in heterogenen Hintergründen und Altersstufen denken.
    • Dem Interesse des Stadtteils verpflichtet: Die Ergebnisse zuerst im Stadt­teil vorstellen und Feedback ermöglichen, dann Politik und In­ves­tor_innen einbeziehen.
    • Wissen wertschätzen: Anwohner_innen sind die Expert_innen ihres Alltags und des Ortes mit vielschichtigem und wertvollem Wissen für das Anknüpfen an den Stadtteil und seine Weiterentwicklung.

    Als maßgeblich für die hohe Beteiligung der Nachbarschaft sowie die Tiefe und Qualität der Beiträge können folgende Faktoren gesehen werden: eine dauerhafte physische Präsenz vor Ort und ein breit gefächertes, diverses Ange­bot an Beteiligungstools, Methoden und Plattformen. Elementar war die Vernetzung und Verbindung im Stadtteil, um Gelegenheiten und vielfältige Orte des Austauschs zu schaffen, sowie Möglichkeiten da­für zu bieten, sich gegenseitig schlauer zu machen. Voneinander zu lernen, den eigenen vertrauten Ort zu verlassen, auszuschwärmen, neue Er­fah­rungen und Blickwinkel zuzulassen und den ganzen Stadtteil zum Seminar­raum zu machen,– all dies sieht die PlanBude als grundlegend für den Stadt­gestal­tungs­prozess an.

  • St. Pauli Code verstärken
  • Die von Oktober 2014 bis Mitte Februar 2015 gesammelten, dokumentierten und archivierten Beiträge werden im Anschluss qualitativ wie quantitativ aus­ge­wertet. In diesem anderthalb Monate dauernden ‚Übersetzungsprozess‘ werden die Aussagen aus den Zeichnungen, Modellen, Fragebögen etc. extrahiert, verdichtet und zugespitzt. Anschließend erfolgt die Zu­sam­men­führung der Kernaussagen in thematischen Strängen wie „Wie wollen wir wohnen?“, „Orte des Gemeinsamen“ oder „Schauseite Reeperbahn“ und schließ­lich die Übersetzung in städtebauliche, architektonische, ökologische und soziale Anforderungen für Funktion, Programm, Durchwegung, öffent­liche Orte, Preise, Strukturen, Dächer und deren räumliche Zuordnung.

    Aus dem Grundton der insgesamt über 2.300 Beiträge leitet sich auch der ‚St. Pauli Code‘ ab. In sieben Leitlinien wird hier beschrieben, wie sich ‚St. Pauli in die Zukunft denken‘ lässt: Unterschiedlichkeit statt Homogenität, günstig statt teuer, alt vor neu, Toleranz und Raum für alles, was von der Norm abweicht, Subkultur statt Trivialkultur, live statt Konserve und schmud­de­li­ger Glamour – echt und lebendig – statt Hochglanzfassade, Freiraum ohne Kon­sum­zwang. Der St. Pauli Code bildet den Leit- und Handlungsfaden für eine zukünftige Bebauung, die eine Anschlussfähigkeit an die bestehenden Qualitäten St. Paulis herstellt.

    Die ausgewerteten und übersetzten Ergebnisse werden auf zwei Stadt­teil­kon­ferenzen in den Stadtteil zurückgespielt und diskutiert. Sie bilden neben dem St. Pauli Code die Grundlage für die anschließenden Verhandlungen mit Bezirk und Eigentümer- und Investorin über das, was in die Aufgabenstellung des städtebaulichen Wettbewerbs einfließen und was in den folgenden Ent­wick­­lungs­schritten auch politisch und strukturell vereinbart und gesichert werden muss. Dafür werden die Ergebnisse nach Themen sortiert, die städte­bau­lich relevant sind, also politische Entscheidungsprozesse erfordern und grundsätzlich strukturelle Veränderungen adressieren, und deren Um­­setz­bar­keit im Städtebau verhandelt. Die zentralen Ergebnisse der Ver­hand­lungen – keine Eigentumswohnungen, circa 60 Prozent geförderter Woh­­nungs­­bau und günstige Räume für Nachbarschaft, Innovation, Subkultur und soziale Versorgung – werden zur Grundlage für die Auslobung des städte­baulichen Wettbewerbs. Aber auch eine kleinteilige und heterogene Be­bau­ung, für St. Pauli spezifisches Gewerbe, ein öffentliches Erdgeschoss, öffent­lich zugängliche Dachlandschaften und ein öffentlicher Stadtbalkon sind Ergebnisse der Wunschproduktion. Die Interessen der Eigentümer- und Inves­torin und des Bezirks dagegen spiegeln sich zum Beispiel in einem Hotel wider, das maßgeblich für einen höheren Gewerbeanteil sorgt, aber auch als Lärm­schutz für die dahinter liegenden Wohnungen dient.

  • Wer entscheidet über den Raum?
  • Der PlanBuden-Prozess zeigt, wie das Wissen der Vielen, aber auch die in­di­viduellen Wünsche der Nutzer_innen und Bewohner_innen eines Stadtteils als Grundlage für die Aushandlung über die zukünftige Gestal­tung eines Ortes, gegenüber den Interessen von Projektentwickler_in­nen, Investor_innen, Stadtplanung und Politik in eine machtvollere Ver­hand­lungs­position gebracht werden können. Was heißt das für die Rollenzuteilung der Akteure?

    Am Beginn des Prozesses steht die Verhandlung der Akteure über ihre Rollen in einer Struktur, die so stabil ist, dass alle Beteiligten sich immer wieder daran reiben können, und gleichzeitig so fragil, dass alle Sorge dafür tragen müssen, dass der Prozess nicht vorzeitig scheitert. Dass der Prozess bisher so erfolgreich war, beruht zum einen auf der Bereit­schaft der Akteure, sich auf einen ergebnisoffenen Prozess einzulassen, und zum anderen auf der verbindlichen Zusage, dass die Ergebnisse des Be­tei­li­gungs­prozesses die Grundlage der weiteren Planung bilden werden. Im Fall des PlanBuden-Prozesses ist dies die gemeinsame Erstellung der Auslobung für den nachfolgenden städtebaulichen Wettbewerb.

    Im Beteiligungsprozess – der Wunschproduktion – lag die inhaltliche, gestalterische und prozessuale Hoheit bei der PlanBude, die Verwaltung musste hier lernen zu vertrauen und Verantwortung abzugeben, und die Rolle eines Kommentators einnehmen. Während dieser Prozessphase kam der Eigentümer- und Investorin die Rolle der stillen Beobachterin zu. Erst nachdem die Ergebnisse im Stadtteil vorgestellt und damit öffentlich waren, wurden die heraus gearbeiteten Interessen des Stadtteils mit denen des Bezirks und der Eigentümer- und Investorin verhandelt. Im nächsten Schritt wurde das in der Verhandlungsphase entstandene Eckpunktepapier der Politik vorgestellt und von dieser bestätigt. Aufbauend auf dem Eck­punkte­papier wurde dann die Auslobung in enger Abstimmung von Eigen­tümer- und Investorin, Bezirk und PlanBude erstellt und der Politik im Stadt­pla­nungs­ausschuss vorgestellt. In der Vorgehensweise der PlanBude kommt somit zuerst die Nachbarschaft, dann der Bezirk sowie die Eigentümer- und Investorin und dann die Politik zum Zug, die dafür auf die Gewissheit der Verankerung im und eine breite Zustimmung aus dem Stadtteil setzen kann – und trotzdem die Entscheidungshoheit behält. Die Ergebnisse des PlanBuden-Prozesses können als legitimierte Grundlage für die weitere Ent­wick­lung auch von der Politik getragen werden, da der Beteiligungsprozess durch die Dauer, die Tools und die Intensität vielfältige Äußerungen einer breiten Bevölkerungsschicht erzielt hat.

    Der Einbezug beziehungsweise die starke Gewichtung des Stadtteilwissens führt dazu, die Asymmetrie im Kräftedreieck Politik, Investor und Zivil­gesell­schaft in der Planung aufzubrechen. Aus dieser Logik heraus resultiert auch die Vorgehensweise: Die PlanBude versteht sich im Entwicklungsprozess des Geländes der Esso-Häuser als Anwalt für die Belange des Stadtteils und ist daher auch diesem verpflichtet. Im Fall der PlanBude hat diese Art kooperativer Stadtplanung zu einer höheren Qualität des Entwurfs, kom­plexeren Problemlösungen und zukunftsfähigeren Ansätzen geführt.

  • Citizen Power
  • Wenn man mit Arnstein argumentiert, agiert die PlanBude auf der Ebene der bürgerschaftlichen Macht (citizen power) auf den beiden Stufen ‚part­ner­ship‘ und ‚delegated power‘. ‚Partnership‘, da die PlanBude gestärkt durch die erste Stufe des städtebaulichen Wettbewerbs, aus der Perspektive von Ver­­wal­­tung und Politik, aber auch der Eigentümer- und Investorin und der Mas­ter­plan-Architekt_innen, als Verhandlungspartnerin wahr­genommen wird, auch wenn dies sicherlich noch nicht immer in einem ausgewogenen Kräfte­ver­hältnis steht. Im Prozess wird diese Position von der PlanBude durch die Mitsprache bei der Auswahl der beteiligten Archi­tek­tur­büros für den Wett­bewerb, der Zusammensetzung der Jury sowie der Mit­gestaltung des Wett­be­werbs­verfahrens (Bürgerwerkstatt) erstritten und ein­genommen. ‚Delegated power‘, weil der Bezirk mit der Beauftragung der PlanBude die inhaltliche Kontrolle über den Beteiligungsprozesses abgibt und auf die PlanBude als Auftragnehmerin wie auf den künstlerisch-planerischen Prozess vertrauen muss. Delegated power ist aber auch auf Seiten des Stadt­teils zu sehen: Würde die PlanBude nicht als Nachbarin und dadurch als glaubwürdige Vertreterin angesehen, könnte weder eine so große Menge an Beiträgen noch ein so inten­siver Austausch stattfinden – und das Ergebnis würde, ohne auch je repräsentativ sein zu können, wesentlich an Qualität verlieren oder erst gar nicht zustande kommen, weil es mangels Interesse scheitern würde.

    Der gesamte Prozess versteht sich dabei in progress, das heißt der Erfolg des einen Schrittes bildet die Basis für die Akzeptanz, Durchführung und Beauftragung des nächsten Schrittes. So resultiert aus der Beauftragung eines auf vorerst sechs Monate angesetzten Beteiligungsverfahrens mit Start im Oktober 2014 nun ein bereits fast drei Jahre andauernder Be­tei­li­gungs­prozess, der in der hochbaulichen Wettbewerbsphase, der Begleitung des B-Planverfahrens, partizipativer Projektentwicklung und weiteren Hand­lungs­strängen fortgeschrieben und beständig weiterentwickelt wird.

  • Positiver Moment
  • Prozesse wie die PlanBude schaffen Plattformen, die es ermöglichen, dass über die Frage, was und wie Stadt als Ganzes sein soll, ein Austausch entsteht. Aus einem ursprünglich partikularen Interesse können in der Auseinandersetzung uni­ver­selle Werte abgeleitet werden, die in einen breiteren Kontext übersetzt werden können: Dem Recht auf Stadt innerhalb einer neoliberal geprägten Stadt­ent­wicklung. Wenn es weiterhin gelingt, die verhandelten Ergebnisse, wie etwa das Nachbarschaftscluster oder öffentlich zugängliche Freiräume auf den Dächern, umzusetzen, mit Leben zu füllen und langfristig zu sichern – also der Marktlogik ganz oder zumindest teilweise zu entziehen, dann kann an der Stelle der ehemaligen Esso-Häuser ein Modell für eine zu­künftige Stadtproduktion ent­stehen. Ein Modell, in dem die neoliberalen Mecha­nis­men ein Stück weit überwunden werden und eine den Anwohner_in­nen und dem Stadtteil zugutekommende Gebrauchswertorientierung (Sozial­wohnungen, Freiräume für Subkultur und soziale Versorgung) der domi­nierenden Tauschwertlogik von Investor_innen in Teilen vorgezogen und der Zugang zu urbanen Räumen und Ressourcen (vgl. Vogelpohl 2012) für die Nachbarschaft ermöglicht wird.

    Um solche Formen emanzipatorischer Beteiligungs- und Planungsprozesse realisieren zu können, braucht es bei allen beteiligten Akteur_innen Mut und Offenheit zum Experiment, sowie Anerkennung und Vertrauen in das kollektive Wissen und die Expertise der Anwohner_innen als Expert_innen ihres Alltags. Nur durch die Bereitschaft, sich auf dieses ergeb­nis­offene Verfahren einzulassen, die Zusicherung einer tatsächlichen Ein­fluss­mög­lich­keit des Stadtteils auf die Planung und schlussendlich die Umsetzung der Resultate wird es möglich, Vertrauen zu bilden und Befürchtungen, dass Par­ti­­zi­pation in krisenhaften Situationen zum Feigenblatt wird, zu entkräften. Eine verbindliche Prozessstruktur sowie eine klare Rollenzuweisung der Beteiligten bilden dabei den stabilisierenden Rahmen.

    Inwieweit sich über den langen Zeitraum der Umsetzung die Ergebnisse im zukünf­­tig gebauten Areal verankern und sichern lassen, bleibt offen und wird von den Beteiligten weiterhin einen langen Atem verlangen. Da der Prozess und die Erfolge der PlanBude trotz offizieller Beauftragung und Bezahlung zu einem nicht unerheblichen Teil auf zivilgesellschaftlichem Engagement und individueller Motivation beruhen, bleibt die Frage noch zu beantworten, wie solche Prozesse zukünftig unerlässlicher und selbstverständlicher Teil von Stadtplanung und das eingangs erwähnte Kräfteungleichgewicht der Akteure in diesem Punkt ausgeglichen werden können. Auf jeden Fall können wir jedoch zumindest im Hinblick auf den bisherigen Prozess davon sprechen, auf der ‚ladder of participation‘ einige Stufen weiter hinauf geklettert zu sein.

    Endnoten

    1. [1] Der Begriff rekurriert auf das Anwohnerprojekt „Park Fiction“ (1994-2005), in dem eine ‚Wunschproduktion‘ erstmalig zur Grundlage einer öffentlichen Raumgestaltung wurde: „Ziel der kollektiven Wunschproduktion ist es, die Wünsche aus der Wohnung her­aus auf die Straße zu locken, sie verhandelbar und als Widerstand gegen die kapi­ta­lis­tische Ordnung des Raumes wirksam werden zu lassen. Damit wird das individuelle Begehren in seiner politischen Aussagekraft ernst genommen: seine Veröffentlichung und die Auseinandersetzung mit anderen Wünschen organisiert die kollektive Wunsch­pro­duktion.“ (Wieczorek 2005: 38)
    2. [2] Die ‚Innere Stadt‘ ist die Bezeichnung aus dem städtebaulichen Leitbilds Hamburgs (FHH 2007), das die Stadt in vier Zonen einteilt: Centrum, Innere Stadt, Urbanisierungszone und Äußere Stadt

    Autor_innen

    Renée Tribble studierte Architektur und ist Planerin. Ihre Arbeitsschwerpunkte sind: Pro­zess­gestal­tung, Urbane Praxis, Kunst und Stadtentwicklung, Partizipation, Beteiligungsverfahren, Ver­fahrensmanagement und Städtebau.

    renee.tribble@hcu-hamburg.de

    Patricia Wedler ist Kulturwissenschaftlerin. Arbeitsschwerpunkte sind kreativer Kapitalismus, Urban Political Economy, Gentrifizierung, Kunst und Stadtentwicklung, Urbane Intervention, Partizipation.

    wedler@leuphana.de

    Volker Katthagen ist Architekt und Urbanist. Sein Fokus liegt auf Stadtgestaltung, Städte­­bau, Architektur- und Stadtvermittlung, Beteiligungsverfahren, Partizipation, Urbane Inter­­ventionen.

    volker_katthagen@gmx.de

    Literatur

    Arbter, Kerstin (2007): SUP – Strategische Umweltprüfung für die Planungspraxis der Zukunft. In: Magistrat der Stadt Wien, MA 18 – Stadtentwicklung und Stadtplanung (Hrsg.) (2012): Praxisbuch Partizipation. Gemeinsam die Stadt entwickeln. Wien: Magistrat der Stadt Wien.

    Arnstein, Sherry R. (1969): A ladder of citizen participation. In: Journal of the American Institute of Planners 35/4, 216-224.

    BBSR (Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung) (2011): Renaissance der Groß-­städte – eine Zwischenbilanz. http://www.bbsr.bund.de/BBSR/DE/Veroeffentlichungen/BerichteKompakt/2011/DL_9_2011.pdf?__blob=publicationFile&v=2 (letzter Zugriff am 21.4.2017).

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    Lefebvre, Henri (1991): The production of space. Oxford/Cambridge (Ma.): Blackwell.

    Mesecke, Fabian (2009): Wohnen und Wohlfahrt in Österreich und Deutschland. Unveröffentlichte Diplomarbeit, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg.

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    Vogelpohl, Anne (2012): Die „unternehmerische Stadt“ und das „Recht auf Stadt“. In: DISS-Journal Duisburg 24, S. 6-7.

    Wieczorek, Wanda (2005): Park Fiction. Analyse eines selbstorganisierten Planungsprozesses zwischen Kunst, Gemeinwesenarbeit und Urbanismuskritik in Hamburg-St. Pauli. Lüneburg: Leuphana Universität Lüneburg, unveröffentlichte Magisterarbeit.





    ISSN: 2197-2567

    s u b \ u r b a n. zeitschrift für kritische stadtforschung